Perverse Fliegen
Es ist allgemein bekannt, dass Insekten ihre
Eier manchmal an absonderlichen Plätzen ablegen, so z.B. an oder in Pflanzen, aber auch
in tierischen Wirtskörpern. Regelrecht pervers mutet das Verhalten einer australischen
Fliege (Philanisus plebeius) an, die ihre Eier in Seestern (z.B. Patriella exigua) ablegt.
Wenn die Seesterne in der Brandungszone kurzfristig freiliegen, können die Fliegen ihre
Eier in ihnen ablegen. Die Eier entwickeln sich so relativ sicher vor natürlichen
Feinden, sie werden weder fortgespült, noch trocknen sie bei Ebbe aus.
Nach etwa fünf Wochen schlüpfen die Larven aus, die dann frei in Tümpeln der Gezeitenzone
leben und sich von Rotalgen ernähren.
aus Ecol. Entomologie, erschienen
im Sporttaucher, 6/83, Seite 12
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Copyright: berodiver V 2.2, zuletzt geändert am 10.5.05