Wissenswertes zu Muränen
| Stamm: Chordata - Chordatiere Unterstamm: Vertebrata - Wirbeltiere Klasse: Osteichthyes - Knochenfische Überordnung: Elopomorpha Ordnung: Anguilliformes - Aalartige Familie: Congridae - Röhrenaale, Congeraale Unterfamilie: Heterocongrinae - Röhrenaale Gattung: Gorgasia Gattung: Heteroconger insges. 35 Arten Unterfamilie: Congrinae -Congeraale 30 Gattungen mit 60 Arten Familie: Muraenidae - Muränen Gattung: Gymnothorax Gattung: Siderea Gattung: Anaschias Gattung: Echidna Gattung: Enchilycore Gattung: Gymnomuraena Gattung: Muraena Gattung: Pseudechidna Gattung: Rhinomuraena Gattung: Uropteygius und 6 weitere Gattungen (insges. 110 Arten) Familie: Ophichtidae - Schlangenaale Gattung: Myrichthys Gattung: Ophichthus Gattung: Apterichtus Gattung: Brachysomophis Gattung: Callechelys |
benachbarte Stämme: Mollusken, Schwämme, Quallen, Nesseltiere (Korallen) Stachelhäuter u.a. benachbarte Klasse im Stamm Chordata:
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Informatives zu den Congridae
Röhrenaale
sind die einzigen Wirbeltiere, die eine absolut festsitzende Lebensweise
führen. Sie ernähren sich folglich von Plankton.
Congeraale sind gefräßige Räuber, die auch Aas nicht verschmähen. Der
Europäische Conger (Mittelmeer u. Atlantik) wird über 15 Jahre alt.
Tropische Congeraale (und einige Schlangenaale) gaben sich bei Gefahr mit dem Schwanz zuerst in den Sand
ein, so dass sie nur mit dem eher häßlichen Kopf herausschauen.
Informatives zu den Muränen
Muränen haben eine schuppenlose Haut. Die Mundspalte reicht bis hinter die
Augen. Die Zähne haben keine Griftdrüsen, das Blut ist allerdings giftig! Die
Kiemenöffnung ist klein und rund. Muränen haben keine Brust und Bauchflossen.
Einige Arten jagen rein visuell, andere nur über den Geruchsinn. Bei
unhandlichen Beutestücken können die Muränen ihren Körper knotenförmig um
das Opfer schlingen, um dann Stücke mit dem Maul heraus zu reissen. Ich selbst
habe dies vor Bonaire beobachtet, als eine Muräne diesen Knotentrick bei einem
aufgeblasenen Igelfisch versuchte. Sie hat aber letztlich vom Igelfisch
abgelassen. Ob dies daran lag, dass unsere Anwesenheit sie störte, oder ob die
Stacheln zu schmerzhaft waren, kann ich nicht sagen.
Obwohl Muränen generell sehr friedfertig sind, sind die von ihnen verursachten
Bissverletzungen durch Muränen sind unangenehm und heilen sehr schwer. Wir
waren auf den Malediven Zeugen eines bedauerlichen Unfalles. Einer Taucherin
waren nach dem Tauchgang beim Einstieg ins Dhoni Bleistücke vom Gurt
abgerutscht und zum Grund gefallen. Ein hilfreicher Taucher, der weit unter dem
Boot wartete, sah dies und tauchte sofort zum Blei und griff danach. Er hatte
aber die große Muräne nicht gesehen, die direkt neben dem Landepunkt des Bleis
ihre Höhle hatte und aus Beuteneid sofort zuschnappte. Neben einer häßlichen
Fleischwunde waren auch Sehnen durchtrennt worden, die selbst in Male nicht
behandelt werden konnten. Der hilfreiche Taucher mußte leider mit dem nächsten
Flieger nach Deutschland zurück.
Informatives zu den
Schlangenaalen
Schlangenaale haben einen schlangenförmigen Körper ohne Brust-, Bauch- oder
Schwanzflosse. Im Unterschied zu den Muränen liegen die Nasenlöcher nicht auf
Augenhöhe, sondern nach unten gebogen vorne am Maul.
Nur Myrichthys ist tagaktiv, ansonsten sind die Schlangenaale tagsüber nur
selten zu sehen. Meist ragt nur der Kopf aus dem Sand. Bei Brachysomophis liegen
die Augen deshalb ganz vorne am Kopf.
(auf dem Foto sieht man die nach unten
gerichten Nasenlöcher)
Copyright berodiver, Fischbestimmung V2.2., erstellt am 27.12.04, letzte Änderung am 10.5.05